Eisessen
Mai 9, 2008
Nach wirrem Klamotten- und herausputzmäßig unkontrolliertem Aufbruch zum Eisverzehr am Sonntagnachmittag habe ich auf dem Weg dorthin gleich zwei Elementare Schlüsse für diesen Sommer ziehen können. Mein Lieblingskleid ist auf Grund nicht vorhandener Länge eher unoptimal zum Radfahren. Und die Annahme die Strecke am Rheinufer entlang, bei sommerlichen Wetterprozessen an einem Sonntag, fahrend zurücklegen zu können ist eher geistesarm. Durch die Anhalt und Ausweichphasen schön extra verschwitz, erreichte ich trotz allem die gewünschte Verabredungsstelle und war natürlich nicht zuerst da.
Aber eigentlich geht es kaum besser. als von einem gut aussehenden, wartenden Mann lächelnd zu Eistermin empfangen zu werden. Es war auch dann gleich ganz angenehm unangestrengt, obwohl man wegen mangelnder Routine in Eisverabredungen auch leicht in die Verlegenheit hätte kommen können, mühevoll nach Lockerheit zu ringen. Und ich finde wohl, dass das für die Qualität so einer Annährung spricht, wenn man sich nicht so besonders sperrig fühlt, während man mit Eis beladen nebeneinander herstapft.
Was mir gleich besonders gut gefallen hat, war die Ablehnende Haltung meines Spazierpartners der akustischen Zumutung gegenüber, die von der Schafherde ausging, an der wir vorbeikamen.
Man sieht aber auch, dass die Route dieses wirklich schönen Spaziergangs nicht unromantisch angelegt war. Nein wirklich! Es war sehr schön. Besonders, als wir nebeneinander auf seiner Jacke sitzend das Eis aufgegessen haben. Eigentlich hab ich gedacht, dass dieser Eistermin kürzer dauern würde, als er dann gedauert hat. Wir sind dann noch zwei Stunden weiterspaziert und es war überhaupt nicht langweilig und auch lustig. Und jetzt kommts: Es wurde besprochen sich noch mal zu treffen, um zusammen zu kochen. Aber wie gesagt, wurde die nur Möglichkeit erwägt. Da dann herausgefunden wurde, dass sich dazu das Wochenende eignen würde bin ich jetzt ganz gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Klar ist, dass ich mich natürlich nicht melde. Mit Zurückhaltung kann man nichts falsch machen. Und es gibt schon genug, was ich bisher mit übereilter Tolpatschigkeit versaut hab. Also vertreibe ich mir einfach die Zeit damit alle fünf Minuten zu überprüfen, ob Nokia6230i nicht irgendeinen, wann auch immer verpassten Anruf zu melden, oder vielleicht gerade in dem Moment wo ich drauf schaue eine Nachricht ankommt.