Hab meine Mutter als nackte Katze bei der Arbeit erwischt!
September 18, 2008
Gerade frage ich mich wozu man mich hier braucht. Da habe ich Stunden, nein Tage darüber nachgedacht welche Worte man, wie aneinander reiht, um einen neuen Service fürs Hemdenbügeln zu beschreiben. Der Kunde hatte nach einer, diesen Luxus bewerbenden, Broschüre verlangt. Es handelt sich um den neuen Reinigungsetat, den unsere Agentur neuerdings mit Ideen beliefert. So was sollte man auch nicht machen. Reinigung! Darf man sich doch nicht drauf einlassen. Ist doch klar, dass da nur Unsinn dabei rauskommt. Solche Kunden sind einfach Mist. Da darf man sich nichts vormachen.
Jedenfalls hat dieser Kunde am Ende fein säuberlich alles entfernt, was den Text, den ich geschrieben habe, zum Leben erweckt hat. Aber was soll man auch von einer Reinigung anderes erwarten. Nur jetzt nicht aufregen! So ist das eben.
Eigentlich könnte man komplett auf mich verzichten und einfach eine Maschine einsetzten für den Quatsch, der hier produziert wird. Nämlich, ohne Sinn und Verstand zu einemText ezusammengeklatschte Informationen. Hauptsache der Leser pennt am Ende noch ein, bevor er die Broschüre endlich wegschmeißen kann. Noch vor allen anderen Werbeprospekten, die die Papiertonnen bevölkern.
Wirklich: eine Maschine muss her. So wie bei GoogleNews. Die sind ja auch nicht so blöd und setzen echte Journalisten dran, die Nachrichten zusammen zustellen. Geht da ja auch nicht um den Inhalt und ob der nun wahr ist oder nicht, ob der stinkend langweilig ist oder was auch immer. Genau wie hier.
Dann würde ich wenigstens nicht umsonst hier rumsitzen. Ich könnte morgends die Maschine anschmeissen und dann den ganzen Tag meine Mutter googlen. Was wirklich wesentlich sinnvoller wäre, als Texte zu schreiben, die keiner haben will. Da entsteht zumindest kein Altpapier. Was ich neulich tatsächlich mal gemacht habe. Meine Mutter gegoogelt; die Suchergebnisse waren frappierend. Ich bin dabei auf das Bild einer Katze ohne Haare gestoßen. Sonst gab es noch eine Menge Häkelnadeln zu sehen und ein Videostill aus „Here comes the Hotstepper“. Will ich auch gar nicht wissen, was die so macht in der Zeit in der sie angeblich arbeitet.