Oh jeh. Ohh jeh! Das einzige was ich hinkriege, ist die Simpsons nicht zu verpassen. Und eigentlich hab ich so viele Dinge, die ich erledigen wollte solange ich frei habe. Und wenn ich das dann geschafft habe (also die Simpsons zu gucken), ist der Tag ja auch immer schon fast wieder vorbei. Dabei stehen diese ganzen Sachen auf langen ToDo-Listen und schreien danach abgehakt zu werden. Jetzt fange ich schon an zu schummeln und schreibe auch so Zeug drauf wie zum Beispiel Zähneputzen. Das bringt zwar immer mal wieder ein Häkchen auf der Liste, was dann auch viel besser aussieht, als gar keine Häkchen, aber trotzdem stellt sich hinterher nicht dieses gute Gefühl ein wirklich was erledigt zu haben. Mein Gewissen wird von diesem unerledigten Kram leider die ganze Zeit unter Druck gesetzt. Es ist als müsste ich mich die ganze Zeit rechtfertigen. Als säßen ich und diese unsympathischen ToDo-Listen-Dinge, auf zwei Stühlen nebeneinander und jeder erklärt einem Therapeuten gegenüber, wiso er die Nase voll hat vom anderen.

Aber der Therapeut ist so ein langweiliger Typ, der immer nur lächelt und überhaupt nichts macht, wenn die ToDo-Listen rumschreien:

„Sie ist scheiße. Sie ignoriert uns einfach. Immer nur lesen und unnützen Kram ins Internett schreiben. Und in die Sauna und Klamotten einkaufen. Sowas geht! Aber um uns kümmert sie sich einfach nicht. Sie ist ein Faulpelz! Aber wir werden uns rechen! Bald wird Sie ihre Steuer dann einfach nicht mehr machen können!! Und sie wird sterben, weil sie nie zum Frauenarzt geht. Und die von der Arbeit werden sie feuern, weil sie viel zu faul ist, sich ein paar neue Ideen auszudenken, obwohl sie soviel frei hat.

Und dann fragt mich der Therapeut, was ich dazu zu sagen habe und ich kann nur antworten:

„Mein Problem ist, dass diese Sachen kein Interesse daran zeigen, keine Zeit mit mir zu verbringen.“